Stiftung Tosam
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(07.05.2013 / SS) Nach der Aktionswoche im easydrive Gossau gab es am Samstag 27.04.2013 einen...
Spinnerei oder neuer Gesellschaftsvertrag?
(27. Juni 2012/MG) Die Stiftung Tosam lädt ein zu einem öffentlichen Diskussionsabend über das bedingungslose Grundeinkommen. Es werden Fragen diskutiert wie: Was ändert das bedingungslose Grundeinkommen? Wie könnte eine solche Idee finanziert werden? Wer würde dann noch arbeiten? Wie arbeiten wir heute?
Es ist eine einfache Idee: Jeder Mensch, der rechtmässig in der Schweiz lebt, erhält jeden Monat 2’500 Franken. Kinder abgestuft nach Alter. Egal ob jemand reich ist oder arm, gesund oder krank, allein lebt oder in Gemeinschaft, erwerbstätig ist oder nicht. Bereits heute haben wir eine dem Grundeinkommen vergleichbare Einrichtung für ältere Menschen: Die AHV – ein Meilenstein unserer sozialen Errungenschaften und liberalen Tradition.
Über die Idee Grundeinkommen wird zur Zeit in der Schweiz heftig debattiert. Die Diskussion hat sich im vergangenen April, mit der Lancierung einer eidgenössischen Volksinitiative zum Thema, noch verstärkt.
Die Schweiz hat zweifellos eine produktive Wirtschaft, die vielen Menschen in diesem Land Wohlstand bringt. Dieser Erfolg hat eine Kehrseite: Immer mehr Menschen stehen am Arbeitsplatz unter Druck, Entlassungen führen zu Existenzängsten. Die Menschen, welche länger ohne Stelle sind, werden ausgegrenzt.
Zudem denken viele beim Wort «Arbeit» nur an Erwerbsarbeit. Für das Funktionieren der Gesellschaft ist aber auch andere Arbeit erforderlich, wie zum Beispiel die unbezahlte Haus- und Familienarbeit. Viele Menschen sind heute ohne Entlohnung frei- willig tätig. Die Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens denken, dass jeder Mensch mehr die Möglichkeit erhalten sollte, über sein Leben selbst zu bestimmen.
Das würde zu mehr Chancengleichheit und mehr Ausgewogenheit in der Verteilung der Macht führen.
Für den Diskussionsabend am 5. Juli hat die Stiftung Tosam die Autoren Christian Müller und Daniel Straub eingeladen. Sie haben ein Buch über das bedingungslose Grundeinkommen geschrieben mit dem provokativen Titel: «Die Befreiung der Schweiz».



