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Stiftung Tosam

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30-jähriges Jubiläum

Am 1. Januar 2019 feiert die Stiftung Tosam ihr 30-jähriges Jubiläum. Einige Worte zu meinen ständigen Begleitern.

Vor 30 Jahren habe ich die Stiftung Tosam ins Leben gerufen und war seither der Geschäftsleiter. In diesen 30 Jahren hatte ich einige ständige Begleiter.

Einige dieser Begleiter waren die Vorschriften, amtlichen Bedingungen, Auflagen etc. Sie waren von Anfang an da, wurden aber dauernd vielseitiger, komplizierter, aufwändiger und zahlreicher. Manchmal konnte ich mit meinen Argumenten des gesunden Menschenverstandes noch etwas Widerstand leisten. Meistens musste ich aber klein beigeben.

Ein ständiger Begleiter war die Hilfe an bedürftige Menschen. Schon bald nach der Stiftungsgründung haben wir den Schwerpunkt auf die Schaffung von Arbeitsplätzen im alternativen Arbeitsmarkt gelegt und verzeichneten dort ein grosses Wachstum. Wir konnten wohl einige Probleme lindern, aber die Ursache nicht aus der Welt schaffen.

Unser Personal begleitete mich in diesen 30 Jahren und half mir all die vielfältigen Aufgaben zu meistern. Die Verbindung von sozialer Arbeit und wirtschaftlicher Betriebsführung ist eine enorme Herausforderung.

Der Stiftungsrat musste mit meinem Tempo mithalten. Wenn es galt, wieder ein neues Projekt zu bewilligen und ich einerseits mit dem Zitat von Victor Hugo «nichts ist mächtiger, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist», anderseits mit einem unbegrenzten Optimismus «das schaffen wir!» das Projekt vertrat, war ich immer sehr froh einen Stiftungsrat zu haben, der hinter mir und damit hinter diesen Projekten stand.

Über all die Jahre ein wackerer ständiger Begleiter war die Geldknappheit. Ich habe damals zwar meinen ganzen Besitz in die Stiftung eingebracht, aber an flüssigen Mitteln waren es lediglich 40'000 Franken. Und daraus wuchs die Stiftung Tosam mit nun jährlichen Ausgaben von 10 Millionen Franken. Dauernd, 30 Jahre lang, lebten wir «von der Hand in den Mund», immer im Glauben, dass es schon gut kommen wird. Ein unheimlich grosses Risiko und vielleicht für einen kaufmännisch geschulten Geschäftsleiter unwürdig. Aber eben, oberste Maxime war: «Was getan werden muss, muss getan werden!»

Zum Glück haben wir da noch als ständige Begleiter eine wachsende Anzahl Spender-/innen und Gönner-/innen, die unsere Aufgabe und Arbeit auf diese Weise unterstützen. Ihnen habe ich auch zu verdanken, dass ich mich immer wieder an neue Aufgaben gewagt habe. Ich spürte ihren Rückhalt!

Dass wir momentan gerade wieder mal in einem finanziellen Tief stecken, ist zeitlich etwas ungünstig. Im nächsten Mai werde ich pensioniert und ich möchte meinem Nachfolger einen stabilen Betrieb übergeben und nicht nur den Glauben, dass es schon gut kommen wird.

Ich danke Ihnen deshalb ganz besonders für Ihre finanzielle Unterstützung!

Mit freundlichen Grüssen

Martin Grob, Geschäftsleiter

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