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Unser Geschäftsleiter – ein Tramp

Aber nicht wie in Charlie Chaplin‘s Film mit dem Spazierstöckchen, sondern mit einem währschaften Wanderstock, den mir die WinWin-Belegschaft zum Geburtstag geschenkt hat und meinem Hund Gin machte ich mich in den Ferien wieder auf einen längeren Hundespaziergang. Im Rucksack dabei waren Zelt, Mätteli, Schlafsack, Ersatzkleider und ein Fläschli z’trinken. Fest stand nur das Abmarschdatum (Sonntag, 2. August) und die Richtung (Osten). Und natürlich das maximale Rückkehrdatum (15. August).

Start war bei der Geschäftsstelle und vorher habe ich mich noch in der Recyclingstelle des WinWin-Marktes gewogen. Ebenso Hund und Gepäck. Dann gings via Gübsensee Richtung St. Gallen und um nicht durch die Stadt wandern zu müssen oder schlussendlich an einem grossen See zu landen wurde eine leichte Kursänderung Richtung Appenzeller Mittelland eingeleitet. Weiter nach Altstätten, das Rheintal hinauf, dann durchs Prättigau nach Klosters und Davos und von dort über Monstein, Jenisberg nach Filisur, weiter nach Tiefencastel, Thusis, Chur, Landquart nach Sevelen, wo der Reise Ende war. Wie auch schon in den Wanderungen der Vorjahre war das Reizvolle, dass kein Plan über die Marschroute oder Tagesziele bestand. Es war Freiheit pur. Wir konnten verweilen, wo’s schön und lustig war und wir konnten weiterziehen, wenn wir’s gesehen hatten.

Natürlich war nicht alles nur schön und flippig. Es war sehr heiss - sehr, sehr heiss sogar. Wir hatten oft quälenden Durst. Wir erlebten auch zwei heftige Gewitter und ich habe mich zwischendurch mehrmals gefragt, warum ich mir das antue. Auch wenn der Rucksack nur etwas über 15 kg hatte, habe ich ihn mehrmals verwünscht. Aber immer wieder gewannen die schönen Seiten Oberhand: wunderbare Landschaften und schöne, interessante Begegnungen mit guten Gesprächen. Und natürlich viel Zeit, den eigenen Gedanken nach zu hangen.

Mein Hund Gin schlüpfte immer als erster ins Zelt, freute sich aber jeden Morgen von Neuem, wenn’s weiterging. Er akzeptierte es problemlos, dass er nicht jeden Tag sein gewohntes Anifit-Futter hatte, dass manchmal stundenlang einfach weder Bach noch Brunnen zu finden waren und dass wir manchmal auch über langweilige Wanderwege marschieren mussten. Wir haben Freud und Leid miteinander geteilt.

Doch irgendwann war’s wirklich genug. Und den gleichen Weg zurück wollten wir auch nicht. So haben wir in Sevelen den ausgedehnten Spaziergang beendet und freuten uns, als uns Regina sogar abholen kann.

Martin Grob

Ueli Alder sagte:“ wenn‘d gnueg wiit wäg goscht, bischt wider of em Hääwäg

Wer den detaillierteren Reisebericht lesen möchte, kann mir ein Mail senden (martin.grob(at)tosam.ch)

Martin Grob und Gin